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Konzertsonntag mit dem Burney-Trio

Judith JaminSonntag, den 31. Oktober 2010


 

Ausführende:  Rachel Isserlis, Violine

                            Judith Jamin, Violoncello

                            Johannes Wolff, Klavier

 Nachlese – Kammermusikabend des Burney-Trios Wer sich am vergangenen Sonntag Nachmittag in der Klavier&Flügel Galerie Maiwald einfand, konnte einen außergewöhnlich stimmungsvollen und atmosphärisch dichten Kammermusikabend erleben. Das international besetze Burney-Trio, bestehend aus Rachel Isselys (England), Violine, Judith Jamin (Niederlande), Violoncello und Johannes Wolff (Deutschland), Klavier spielte frühe Klaviertrios von Ludwig von Beethoven, Frank Bridge und JohannesRachel Isserlis Brahms. In Beethovens bekanntem Klaviertrio op.1 Nr.3 in c-Moll tat sich
vor allem Johannes Wolff als virtuoser Pianist und kluger Lenker des kammermusikalischen Geschehens hervor. Violine und Violoncello ordneten sich dem Geschehen, der kammermusikalischen Tradition der Wiener Klassik folgend, etwas mehr unter, griffen jedoch einfühlsam, klangschön und stilistisch sicher ins Geschehen ein, sobald dies musikalisch gefordert war. Ganz anders in der vor der Pause erklingenden Fantasie von Frank Bridge, einem englischen Spätromantiker, der bei uns wenig und wenn dann allenfalls als Lehrer von Benjamin Britten bekannt ist, der sich aber in seinem ersten Klaviertrio als vollgültiger Verfechter der spätromantischen Kammermusiktradition erweist. Hier standen die beiden Streicher glänzend im Vordergrund, ließen lange melodische Bögen an- und abschwellen und das Klavier bildete die oft rauschende Klangfolie darunter. Höhepunkt des Abends war eindeutig Johannes Brahms’ berühmJohannes Wolfftes 1. Klaviertrio in H-Dur op.8, dem das Burney-Trio zu großer klangprächtiger Wirkung, im Detail jedoch stets subtil ausmusiziertem Charakter verhalfen. Besonders hervorzuheben ist die eindringliche und atmosphärisch intensive Gestaltung des langsamen Satzes, dessen melodischem Zauber und feierlichem Choralgestus das Trio ganz wunderbar nachspürte. Für den überaus herzlichen und verdienten Applaus bedankten sich die drei Musiker mit einer stimmungsvoll-zarten Interpretation
Schumanns 3. Phantasiestück op. 88.

 


 

 


                                             

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